arbeit mit bonus

5.jänner 2005

lieber dominik, da wir es ja schon recht eilig haben, ein paar anmerkungen und bitten wegen unserem einreichkonzept:
außer dem bergbauernkonzept haben wir noch viele – geförderte – konzepte in der bonus, – falls dir das eine nicht genügt. die punkte sind aber e immer dieselben:
SYNOPSIS (inhaltsangabe, ein bis zwei A4-seiten, muss man sich immer aus den fingern saugen, weil keiner weiß im stadium der konzeptualisierung wie der film wirklich sein wird)
FORMALE UMSETZUNG (1.schreibt robert: optisches konzept, regisseure dürfen wenn sie wollen auch was zur optik schreiben, und 2.der dramaturgische Bogen – also Rahmenhandlung, Nebenhandlung, Zeitrahmen im Film – alles zusammen nicht mehr als eine Seite)
PERSÖNLICHE MOTIVATION (jeder von uns schreibt da halbe bis ganze Seite Schwafel)
ANLASS UND AKTUALITÄT (Klugschwafel über das Thema Tod und Gesellschaft allgemein, max.2 Seiten)
BESCHREIBUNG DES GEGENSTANDES (Thema: Bestattung in Wien. Kurzer historischer Abriss und Begründung, warum das Thema nach Wien gehört und nur hierher und von hier so rasend interessant ist.Sollte man aus dem historischen Abriss begründen.Da kann man alles reintun – von Bestattungsritualen zur Kaiserzeit bis zu warum der Zentralfriedhof so toll ist.Hannes hat das Buch dazu.)
PROTAGONISTEN (Jeder Protagonist bekommt eine Seite und es muss määnscheln – “Hannes roter Bart flattert begeistert im kalten Friedhofswind, während er würdig aufgeknöpft vor den Trauernden steht…”)

bitte mach du die Protagonistenbeschreibung von Hannes – das ist besser, wenn du sie machst als ich. dafür brauchst du ev. noch ein lebensgeschichtliches Interview mit ihm. und – ganz wichtig – bitte borge dir von Hannes das Buch “Bestattung in Wien” aus – ein Führer, den er hat, den ich nicht gekauft habe, und der historisches enthält. bitte, wenn du den liest, und zu einer Seite zusammenfasst – möglichst wie eine werbung – welch tolle geschichte bestattung in wien hat. für die Rubrik Beschreibung des Gegenstandes. Dann natürlich deine persönliche Motivation den film machen zu wollen – halbe bis ganze seite.
wenn du das bis 12. machen könntest wäre das ganz toll. ich kümmere mich bis dahin fest um die kontakte zu den Bestellern und der Friedhofsverwaltung, damit ich an Totengräber und Gärtner herankomme und die Fotogenehmigung und lese das begonnene soziologische Buch fertig, und suche einen sterbewilligen (wenn dir da wer einfällt, bitte sofort für den film ködern.)
das ganze konzept ist eine werbung für dodeln. wir preisen unverschämt ein produkt an, und die jurys sind faul und dumm. das nie vergessen.
ich glaube, so aufgeteilt ist es erstmal zeitsparend.
kuss
b
wie gefällt dir der arbeitstitel?  ad-60.jpg

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